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20 Jahre eigenständig: Johannes-de-la-Salle-Berufsschule: – Die Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung Johannes-de-la-Salle in Aschaffenburg feierte 20 Jahre Eigenständigkeit am Donnerstag, den 26.04.2018 im Anschluss an den Tag der offenen Tür.

Anwesend waren neben Schülerinnen und Schülern und der SMV, dem Geschäftsführer der Caritas Schulen gGmbH, Herrn Hoffmann, der Schulleitung und dem Lehrerkollegium Bürgermeisterin Frau Jessica Euler von der Stadt Aschaffenburg, Frau Sarah Krasnow, Bildungsregion Aschaffenburg, Herrn Michael Fleckenstein, Bildungsbüro Aschaffenburg, und zwei Vertreterinnen des Elternbeirats Frau Jessica Rickert und Frau Gisela Wraith.
Seit dem Schuljahr 1997/98 ist die Schule nun selbstständig, davor war sie zehn Jahre eine Außenstelle der Don Bosco-Berufsschule in Würzburg. In den Anfangsjahren unterrichteten die Pädagogen zunächst in verschiedenen Räumlichkeiten in Hösbach und Aschaffenburg, bevor alle Klassen im Gebäude in der Rhönstraße zusammengefasst werden konnten.
In ihrer Festrede ging Schulleiterin Uta Seitz vor allem auf den Namensgeber der Schule ein, Johannes de la Salle. In Frankreich begegnet man diesem Namen öfter, was seine enorme Wichtigkeit für die Entwicklung von Unterricht und Bildung unterstreicht. Geboren 1651 in Reims, eröffnete er Sonntagsschulen für berufstätige Jugendliche, führte den Klassenunterricht ein und begründete somit ein neuzeitliches Schulwesen im Land. Eine Erziehung in seinem Sinne stützte sich nicht auf die damals bekannte Methode der Bestrafung sondern auf Vorbeugung. Sein Kernsatz lautete: „Wir müssen die Herzen der jungen Menschen gewinnen!“ Darin war er sehr erfolgreich. Er legte Wert auf situationsnahen Lehrstoff, der auf die Bedürfnisse des Arbeitslebens ausgerichtet ist. Somit schuf er den Gedanken einer Berufsschule. Frau Seitz zog daraus Parallelen zur Geschichte der Schule: Zunächst habe sich das „Herz“ gebildet, also die Bemühungen um das Vorankommen und die Entwicklung der jungen Menschen, und danach erst der „Körper“, mit dem Gebäude. Das „Herz“ funktionierte und soll auch weiterhin spürbar sein. In einer vor zwei Jahren begonnenen Evaluation werden durch die Schulentwicklung die Weichen für die Zukunft gestellt. So wünschen sich zum Beispiel Schüler wie Lehrkräfte, regelmäßig gemeinsam Feste zu feiern, wofür Frau Seitz einige Beispiele nannte.

Als Sinnbild für individuelle Erfahrungen der Schulzeit haben die Kolleginnen und Kollegen des Arbeitskreises religiöses Schulleben ein „Labyrinth des Lebens“ im Pausenbereich aufgebaut. Die Wege sind mit Holzstücken begrenzt und weisen den Weg oder eben auch Umwege mit insgesamt zehn Regeln auf, z. B. „Geh deinen Weg!“, denn jeder Mensch ist einzigartig und erfährt Unterstützung für sich persönlich. Das Labyrinth wurde mit Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Gerhard Steigerwald gebaut und an diesem Tag feierlich eingeweiht.

Die beiden Schulsprecher Joao Guy Kevine und Merlin Jakobi moderierten die weiteren Beiträge. Sie hatten während des Vormittags Glückwünsche an die Schule gesammelt, von denen sie einige vorlasen. Geschenke - Stifte und Gründung einer Schülerbibliothek – durften auch nicht fehlen. Genauso wie Wünsche für die Zukunft an den Träger, das Schulteam und die Schülerinnen und Schüler von Frau Euler.
Herr Hoffmann, Geschäftsführer des Schulträgers, brachte als Geschenk die Zusage mit, dass im nächsten Jahr mit der Generalsanierung und dem Umbau der Schule begonnen wird. Er betonte dabei, dass ein modernes Gebäude und zeitgemäße Ausstattung nur die „halbe Miete“ seien neben den pädagogischen Anstrengungen, die auch in den nächsten 20 Jahren erforderlich sind.

Konrektor Konrad Kohlhepp dankte allen Beteiligten und schloss mit seinem Wunsch, dass die Feier zum 25-jährigen Bestehen der Schule vielleicht mit der Einweihung des neuen Gebäudes zusammentreffen möge. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Lehrerband. Danach gab es ein Geburtstagsständchen und Torte für alle bei geselligem Beisammensein am „Labyrinth des Lebens“.

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